Im Nordland

Färöer- Inseln
Island
Allgemeines
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Leider reicht's nicht jedes Jahr für einen "großen" Urlaub, letztes Jahr war's aber mal wieder so weit.
Ein Reisebericht im MOTORRAD brachte mich auf eine der besten Ideen der letzten Jahre: Nordwesteuropa per Schiff und Motorrad.
Insbesondere Island und die Färöer- Inseln sind zwar touristisch durchaus erschlossen, können aber aufgrund ihrer Weitläufigkeit und ihrer urwüchsigen und fremdartigen Natur durchaus noch als Geheimtip bezeichnet werden.


Die Färöer- Inseln liegen im Nordatlantik, etwa auf halbem Wege zwischen Schottland und Island. 48000 Einwohner und ca. 70000 Schafe leben auf den 18 Inseln. Die Landschaft besteht weitestgehend aus baumlosem Grasland. Gemessen an der kleinen Landfläche sind die Berge erstaunlich hoch, so daß sich an vielen Stellen schroffe Steilküsten und hohe Klippen (über 800 m) finden.
Das Klima ist durch den umgebenden Atlantik bestimmt: Regen und Nebel treten häufig und oft unvermittelt auf.
Die Inseln sind von Dänemark aus per Flugeug zu erreichen. Viele Besucher kommen aber auch "gezwungenermaßen": Auf der Reise von Dänemark nach Island macht die MS NORRÖNA Halt in Thorshavn, um dann nach Norwegen zu dampfen. 2 ½ Tage später gehts dann mit der NORRÖNA weiter nach Seyðisfjörður in Island.
Wer die Zeit erübrigen kann, könnte auch eine Fähre auslassen, um die Inseln richtig zu erkunden.
Übernachtungtip: die Jugendherberge in Gjogv auf der nördlichen Hauptinsel Eysturoy.
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Nach Island dauert's dann nur noch einen guten halben Tag.
Das Land ist etwa so groß, wie Bayern und Baden- Württemberg zusammen, hat aber nur ca. 260000 Einwohner.
Die Insel ist geprägt von "Feuer und Eis": überall finden sich Zeugnisse des aktiven Vulkanismus, und 11% des Landes sind von Gletschern bedeckt. Island liegt in der Übergangszone von kühlgemäßigtem zu subpolarem Klima.
Bei dieser Gelegenheit soll ausdrücklich auf auf die unzähligen Schwimmbäder in Island higewiesen werden. Fast in jeder nennenswerten Ortschaft zu finden, haben sie immer auch einen hot- pool (35- 40°C)aufzuweisen. Nach einem langen Tag bei Kälte, Nebel und Regen auf dem Motorrad gibt es als Belohnung dann abends immer ein heißes Bad.
In vulkanisch aktiven Gegenden gibt es oft auch natürliche hot- pools, die Einheimischen wissen, wo sie zu finden sind.
Die Isländer sind allg. freundlich und hilfsbereit. Praktisch jeder spricht gut englisch. Während der Zeit der hellen Sommernächte treffen sie sich regelmäßig zum Wochenende auf den Campingplätzen in der Nähe der großen Städte zum Grillen, Singen, Trinken.... Man kommt dabei auch leicht mit ihnen ins Gespräch und den ausgefallenen Schlaf muß man dann am Montag nachholen.
Abseits der Städte und der bekannten Sehenswürdigkeiten im Süden trifft man jedoch nur wenige Menschen. Wer Abgeschiedenheit und Natur pur sucht, findet sie eher im Norden, in den Westfjorden und natürlich im Binnenland.
Wer kann, sollte sich mindestens 4 Wochen für seine Island- Reise nehmen, zumal die Fährpassage hin und zurück schon 7 Tage in Anspruch nimmt.
Als brauchbaren Reiseführer empfehle ich
ISLAND, FÄRÖER- INSELN
von Barbara C. Titz und Jörg- Thomas Titz
aus der Reihe REISE- KNOW- HOW (DÄRR ca. DM 45)
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Reise- Tips
Anreise per Schiff Im Sommer wöchentlich mit SMYRIL LINE Hanstholm (DK)- Thorshavn (FO)- Lerwick (Shetlands)- Bergen (NO)- Lerwick (Shetlands)- Thorshavn (FO)- Seyðisfjörður (IS)- Thorshavn (FO)- Hanstholm (DK)
Ausrüstung Kleidung funktionelle Outdoor- Bekleidung
Handschuhe, Mütze
trittsichere Schuhe
Badehose (siehe oben)
Kocher Empfehlung: Benzin- evtl. auch Gaskocher
gängige Gaskartuschen sind in den meisten Tankstellen erhältlich
Brennspiritus ist sehr teuer
Navigation/
Karten
in D: ISLAND 1:600000 vom Ravenstein- Verlag
in IS: ÍSLAND 1:500000 und 9 Einzelblätter 1:250000 von Landmælingar Íslands
GPS kann, ein guter Kompaß sollte dabei sein
Schlafsack Mumie mit Komfortbereich deutl. unter 0°C
selbstaufblasende Isomatte
Zelt Sturmfeste Tunnel- oder Kuppelzelte namhafter Hersteller
Alu- Gestänge
gute, stabile Heringe (Reserven einplanen)
Camping wildes Zelten außerhalb der Nationalparks fast überall möglich
Campingplätze unterschiedlicher Standard
kostenloses detailliertes Verzeichnis in den Touristenbüros und am Fähranleger
am Wochenende oft stark belegt
Geld/ Finanzen Währung Isländische Krone [1 € = 80...90 ISK]
genaue Info z.B. auf YAHOO
Preise allg. hohes Preiniveau
Kreditkarten VISA und EUROCARD sind sehr verbreitet
Automaten zunehmend in den größeren Städten zu finden
Diesel- Steuer Dieselkraftstoff ist deutlich günstiger, als bei uns.
Dafür müssen Diesel- Kfz bei der Einreise extra versteurt werden (nach Gewicht und Aufenthaltsdauer).
Motorrad allgemein Enduro unbedingt empfehlenswert
rüttelfeste Gepäcksysteme, häufiger Check wichtiger Schraubverbindungen und tägl. Speichenkontrolle erforderlich
Reifen Michelin DESERT
Michelin T 63
Conti TKC 80
allg. enormer Verschleiß
Benzin relatv dichtes Tankstellennetz
Vorräte eventuell auf Hochlandtouren erforderlich
Ersatzteile Reifen und Teile sind bestenfalls in großen Städten wie Reykjavík und Akureyri erhältlich
Straßen/ Straßen-
kennzeichnung
allgemeines mit unseren nicht vergleichbar
in weniger dicht besiedelten Gebieten oft nur Schotterpisten, die bisweilen nur für Allradfahrzeuge freigegeben sind
im Binnenland keine Alternative zu einem geländegängigen Motorrad bzw. zum Jeep, zumal oft auch kleinere Flüsse gefurtet werden müssen.
immer mit Schafen und Pferden rechnen!
einstellige Straßennummer meist mit Asphaltdecke
allg. guter Zustand
für alle Fahrzeugarten geeignet
zweistellige Straßennummer teilweise mit Asphaltdecke
meist guter Zustand
für alle Fahrzeugarten geeignet
dreistellige Straßennummer oft nur Schotter
grobe Steine, feiner Sand
Spurrinnen
"Wellblech"
"F" + Straßennummer Pisten in allen Abstufungen
große Bodenfreiheit, Watfähigkeit erforderlich
Wetter/ Klima gemäßigt bis subpolar Das isländische Wetter ist besser als sein Ruf, es ist aber auch im Sommer ständig mit Regen, Nebel, Sturm und gebietsweise auch mit leichten Schneefällen zu rechnen. Die Temperaturen liegen im Sommer zwischen knapp über 0°C und 15°C.
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Bilder
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Der deutsche Mensch im Auslande....
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Eine alte Fischereistation als Museum zum anfassen- typisch für Island: Gästebuch, Klimperkiste als Kasse, aber weit und breit niemand zu sehen.
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Die Welt ist rund, damit man endlos drum herum fahren kann
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Der Patreksfjörður auf dem Weg zum Kap Latrabjarg
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Europas kleinste(?) Hauptstadt: Thorshavn/ Färöer- Inseln
Im Vordergrund die Parlamentsgebäude
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Kap Latrabjarg- die Westspitze Europas auf 65°30'N/24°32'W- noch 278km(!) bis Grönland
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Gjogv- Ein Fischerdorf am Ende der Welt
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Der Lundi ist so albern, wie er aussieht. Lundis gibt es zu tausenden an den Steilküsten.
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Ankunft in Seyðisfjöður: 3xThomas 1xPetra: auf der Fähre getroffen
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Bei klarem Wetter kann man vom Kap aus den ca. 100 km entfernten sagenumwobenen Snæfells- Gletscher im Süden am Horizont sehen.
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erster Tag auf der Insel- erster Pass
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Bei "prima" Nebel mit Sverre und Harald aus Norwegen auf dem Snæfells- Gletscher (glaubt ja eh keiner)
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Steinwüste in NW-Island
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Blick von der Halbinsel Snæfellsnes auf den Breiðafjörður
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Der Dettifoss- Europas wasserreichster Wasserfall: 200 bis 800 m³ pro Sekunde!
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Shit happens: Softbags nahe am Auspuff, 'ne Gaskartusche drin und 3 Stunden als letzter fahren, damit's keiner kokeln sieht- gibt 'ne erstklassige Explosion.
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Island liegt direkt in der Bruchzone zw. der eurp. und der amerik. Kontinentalplatte, was hier sehr anschaulich sichtbar wird.
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Reykjavik, am Horizont der Snæfells- Gletscher, diesmal im Norden
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Schwefelquellen beim See Mývatn
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Luft 8°C - Wasser 40°C Das Kraftwerk Svartsengi erzeugt umweltfreundlich Strom aus Geothermalwasser und gibt das dabei von 240°C auf 70°C "abgekühlte" Wasser in die "Blaue Lagune" ab. Das Wasser ist sehr salzhaltig und soll gegen alle möglichen Leiden helfen. Ein Sanatorium ist geplant.
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Blick ins Binnenland zum Herðubreið- sagenhafter Sitz der nordischen Götter...
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Der Gullfoss stürzt sehr schön über zwei Stromschnellen in eine enge Klamm.
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ein ca. zwei Jahre altes Lavafeld- noch raucht es
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Deshalb hier noch ein Bild davon.
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Blick von Grenvik über den Eyjafjörður
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Schotterstraße im Süden des Binnenlandes.
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Torf war früher der einzige Baustoff. Heute finden sich solche Höfe nur noch vereinzelt.
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Unterwegs nach Landmannalaugar dem "warmen Bad der Landmänner"
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Viðimýrarkirkja- eines der ältesten Bauwerke Islands, 1834 aus Torf und geteertem Treibholz errichtet
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Mit dem BMW GS Gespann werden auch zahmere Furten zum Abenteuer- die letzten Meter gingen nur mit ziehen und schieben.
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Ein ganzer Tag mit Sonnenbrille! Bei sonnigem Wetter unterwegs in die Westfjorde
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Abendstimmung im Binnenland
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Gleiche- Gegend einen Tag später. Auf der Fähre nach Isafjörður
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Von den Gletscherzungen des Vatnajökull fließt das Schmelzwasser in Bächen und Flüssen durch die Skeiðarársandur- Ebene zum Atlantik.
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Bei Bollungarvík in den Westfjorden
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Wenn ich älter bin, kaufe ich mir auch ein Wohnmobil.
Ein norwegischer Photograph auf Weltreise. *neid*
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Strokkur, der kleine Bruder des Stóri Geysir in Aktion
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